01.07.26

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Wölfe mit Elektrozäunen fernhalten

In den letzten Jahren hat der Wolf in Europa wieder an Boden gewonnen. In vielen Gebieten sorgt dies für Unruhe unter Landwirten und Bürgern. Auch in der europäischen Politik wächst das Interesse an den Auswirkungen des Wolfes auf die Landwirtschaft und die Umwelt. Im Jahr 2025 wurde der Schutzstatus des Wolfes daher von „streng geschützt“ auf „geschützt“ geändert. Diese Anpassung gibt den Mitgliedstaaten mehr Spielraum, die Population zu kontrollieren und auf lokale Gegebenheiten einzugehen. Gleichzeitig gibt es in Europa weiterhin Platz für den Wolf als Teil des Ökosystems, und es ist unwahrscheinlich, dass er aus der Natur verschwinden wird. Daher wird es immer wichtiger, auf nachhaltige und sichere Weiden für Weidetiere und Vieh mit wolfssicheren Zäunen zu setzen.

Verhalten des Wolfes

Der in Europa am häufigsten vorkommende Wolf ist der Europäische Wolf (Canis lupus lupus). Dieser Wolf lebt in der Regel in Rudeln. Junge Wölfe verlassen nach einigen Jahren ihr Rudel auf der Suche nach einem eigenen Revier. Diese „streunenden Wölfe“ verursachen in der Regel die meisten Probleme in Europa.

Wölfe in Rudeln jagen in Gruppen. Streunende Wölfe tun dies alleine. Diese Wölfe wählen die leichteste Beute. Sie streben nach dem maximalen Ergebnis, indem sie so wenig Risiko wie möglich eingehen. Wenn sich ein Wolf einem Zaun nähert, prüft das Tier zunächst, ob es eine Möglichkeit gibt, darunter hindurchzukommen. Gelingt dies nicht, sucht es nach Möglichkeiten, durch die Zäune zu gelangen. Wölfe springen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, am liebsten nicht über Zäune, die unter Strom stehen. Das liegt daran, dass Wölfe äußerst vorsichtige Tiere sind und so wenig Risiko wie möglich eingehen, um nicht verletzt oder eingesperrt zu werden. Gerade weil Wölfe nach dem einfachsten Weg ins Innere suchen, ist ein gut konzipierter und korrekt installierter Zaun unerlässlich.

Was macht einen Zaun wolfssicher?

Das Fernhalten von Wildtieren, wie dem Wolf, erfordert einen spezialisierten Ansatz. Gallagher verfügt weltweit über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Zäunen zum Fernhalten von Wildtieren und zum Schutz von Vieh. Dabei unterstützt Gallagher Behörden bei der Erstellung und Ausarbeitung von Richtlinien zum Fernhalten von Wildtieren wie Wölfen.

Auf der Grundlage dieser Fachkompetenz und praktischer Erfahrung hat Gallagher klare Richtlinien für einen wolfssicheren Zaun entwickelt. Aber was macht einen Zaun nun tatsächlich wolfssicher?

Aufgrund praktischer Erfahrungen und allgemein anerkannter Grundsätze zur Abwehr von Wildtieren empfiehlt Gallagher, dass ein Zaun mindestens die folgenden Bedingungen erfüllen muss, um wolfssicher zu sein:

  1. Festzäune überall mindestens 1,20 m hoch
  2. Untere Elektrodrähte maximal 20 cm über dem Boden
  3. Zäune minimal 5-drähtig
  4. Spannung am Zaun: mindestens 4500 Volt (4,5 kV)
  5. Achten Sie auf einen straff gespannten und vollständig geschlossenen Zaun ohne Schwachstellen.
  6. Wenn Sie ein solarbetriebenes Weidezaungerät verwenden, wählen Sie ein Gerät mit wildmodus.

Gallagher empfiehlt, für den obersten Draht blaues Zaunband zu wählen. Die blaue Farbe ist für Wildtiere wie Wölfe gut sichtbar.

In vielen europäischen Regionen gibt es Förderprogramme für die wolfssichere Gestaltung von Zäunen. Die Bedingungen und Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Land und Region. Erkundigen Sie sich daher bei den örtlichen Behörden nach den aktuellen Regelungen.

Häufige Fehler bei einem wolfssicheren Zaun

In vielen Fällen lassen sich Verbesserungen vornehmen, um die Zäune wolfssicherer zu machen. Schließlich sind die Zäune nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Der Wolf sucht nach dem einfachsten Weg ins Innere, und wenn er diesen gefunden hat, wird das Tier versuchen, einzudringen. Aber was sind eigentlich die häufigsten Fehler? Oder besser gesagt: Worauf muss man bei einem wolfssicheren Zaun noch achten?

  1. Stellen Sie sicher, dass auch das Weidetor gesichert ist. Dieses muss jederzeit unter Strom stehen. Wie bereits erwähnt, sucht der Wolf immer nach dem schwächsten Glied in den Zäunen.
  2. Achten Sie auf ein Gerät, das stark genug ist und sich zur Abwehr von Wildtieren eignet. Ein zu schwaches Gerät kann dazu führen, dass die Spannung am Zaun unzureichend ist. Bei der Verwendung eines solarbetriebenen Weidezaungeräts ist es wichtig, dass es über einen Wildmodus verfügt.
  3. Stellen Sie sicher, dass überall ausreichend Spannung am Zaun anliegt. Bewuchs, der an den Litzen wächst, kann Strom ableiten und die Spannung verringern. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob mindestens 4,5 kV an den Zäunen anliegt.
  4. Stellen Sie sicher, dass die Zäune überall hoch genug sind. In manchen Situationen werden noch niedrigere Zäune verwendet, doch in der Praxis zeigt sich, dass ein 90 cm hoher Zaun weniger Schutz vor Wölfen bietet.
  5. Berücksichtigen Sie Unebenheiten im Boden. Wenn dies nicht berücksichtigt wird, entstehen an einigen Stellen Lücken, durch die der Wolf unter dem Zaun hindurchkriechen kann. Es ist wichtig, dass die unterste Litze zu jeder Zeit maximal 20 cm vom Boden ist.
  6. Sorgen Sie auch für einen Zaun am Ufer. Wölfe können schwimmen und sehen Wasser nicht als Barriere an.

Lösungen von Gallagher

Für verschiedene Situationen bietet Gallagher Lösungen zum Schutz von Vieh vor Wölfen. In dem speziellen Wolf-Whitepaper von Gallagher werden verschiedene Arten von wolfssicheren Zäunen vorgestellt. Darunter befinden sich permanente, semipermanente und mobile wolfssichere Optionen.

Whitepaper Wolf

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